Montag den 08. Februar
Heute ging es ins Inland nach Oudtshoorn. Dort besichtigten wir eine Straußenfarm mit einer Führung vom Beginn deren Lebens bis zur Produktion von verschiedenen Produkten. Danach konnten wir die Viecher mit getrockneten Maiskörnern füttern, was wir auch getan hatten. Desweiteren konnte man die Sträuße auch reiten. Da ich der erste und auch der einzige Mann war der die Teile reiten wollte haben die Aufseher mein Strauß so aufgewühlt das es richtig wild umher gerannt ist, sodass ich auch runtergefallen bin, da sie ihre Bewegungsrichtung ganz schnell wechseln konnten. Sebi hat ein Video davon aufgenommen was richtig lustig aussieht. Als kleinen Snack haben wir uns dann noch Pitas mit Straußenfleisch gegönnt. Danach ging es weiter in die größte Tropfsteinhöhle Südafrikas. Während es draußen um die 35 ° Celcius hatte, war es in der Höhle gerade mal 20 Grad. Die Besichtigung war aber nicht einfach nur ein Pfad entlang zu laufen sondern auch mit etwas Spaß verbunden. Man musste sich teilweise durch Spaltöffnungen kämpfen oder in gebückter Haltung laufen.
Der Backpackers in dem wir diesmal geblieben sind war in Wilderness, wo wir auch noch kurz an den Strand gegangen sind um zu schwimmen. Das Problem dadurch dass wir schwimmen waren, haben wir die Öffnungszeit vom Laden verpasst. An dem Tag gab es im Backpackers für einen bestimmten Betrag Salat und gegrilltes Fleisch noch. Alles hat davon super geschmeckt, besonders der Kartoffelsalat den sie gemacht haben. An dem Tag hatte ich von meinen Eltern erfahren das ich meinen Führerschein bald zurück erhalte, was den Tag nur noch besser gemacht hatte.
Dienstag den 09. Februar
Um wieder etwas sportlich aktiv zu werden, sind wir Kanu fahren gegangen. Glücklicherweise war das Dreierkanu vorhanden und wir konnten dann entlang des Flusses paddeln. Jedoch war der Fluss gar nicht so tief und wir sind ab und zu an den Boden angestoßen mit den Paddeln. Sodass einer von uns in dem warmen Wasser das Kanu anschieben musste. Angekommen wo es nicht mehr weiterging war es ein 30 Minuten Weg zum Wasserfall, wo wir dann eine längere Zeit geblieben sind. Zur Verpflegung gab es Kekse und Äpfel. Nach guten 3 Stunden ging es aber wieder zurück mit dem Kanu. Sebi und ich haben dort etwas Volleyball umher gespielt, solange Katha im Gebäude mit den Leuten gelabbert hat. Da heute die neue Runde gestartet hatte weitere WM-Tickets zu bestellen haben Sebi und ich das Spiel bestellt vom amtierenden Weltmeister Italien gegen Slowakei im Ellis Park Stadium. Gleich in der Nähe haben wir uns die Wildcard Partnercard für 450 Rand geholt um kostenlos in alle Nationalparks reinzukommen. In Knysna angekommen haben wir nach einem Backpackers gesucht wo man seine Wäsche waschen konnte. Um Geld zu sparen haben wir diesmal zum Abend selber gekocht, Spaghetti Bolognese mit einem Salat.
Mittwoch den 10. Februar
Also seit ich in Südafrika bin habe ich glaub noch nie so richtig ausgeschlafen. So war ich auch dieses Mal gegen 8 wach. Teilweise habe ich alle geweckt und wir haben gemeinsam gefrühstückt aber danach sind die beiden wieder im Bett eingeschlafen. Das Problem war wir wussten nicht was zu tun da es auch geregnet hat. Aber da ich nicht länger einfach auf dem Zimmer bleiben konnte, bin ich alleine in der Stadt rumgefahren. Den Hafen und die Hafenpromonade angeschaut und geschaut was es so gibt. Zurück im Backpackers sind Katha und Sebi grad wach geworden und so sind wir zum Bootsverleih gefahren. Man konnte sich für 2000 Rand ein Motorisiertes Boot ausleihen für 4 Leute und selber das Boot fahren im Fluss für 24 Stunden. Da es geregnet hat und der Preis dementsprechend hoch war saßen wir im Auto und haben uns überlegt was wir machen sollten. Von unserem Reiseführer war eine Empfehlung für ein Biermuseum und eine Bootsfahrt rund um den See. Aber darauf hatte Katha keine Lust. So sind wir zur Touristeninformation gefahren um nach zu fragen was man so machen kann. Aber er hatte uns das gleiche gesagt was wir schon wussten. Dadurch sind wir doch noch zum Biermuseum gefahren aber die Führungen sind immer um 15 Uhr und so lange wollten wir nicht warten. Aber da wir davor an einem Craftmarket vorbei gefahren sind, sind wir dort angehalten und gingen da etwas shoppen. Ich hatte da einiges an Geld hinterlegt für die ganzen Souvenire. Das Wetter hatte sich immer noch nicht so stark verbessert und so fuhren wir dann einfach weiter nach Plettenberg zum nächsten Backpackers. Als wir im 3-Zimmer waren sind beide wieder in ihren Betten eingeschlafen und ich bin erstmal spazieren gegangen, da sich die Wolken aufgelöst hatten. Aus Langeweile bin ich dann einfach in ein Handyladen reingegangen. Dort hatte mir der Verkäufer ein paar Preise für Handys genannt. Da ich sowieso ein neues Handy brauch/will (obwohl auch wiederrum nicht) hatte der Verkäufer mir ein HTC Diamond 2 für 2300 Rand angeboten. Ich habe daraufhin ihm gesagt das er es für eine Stunde aufladen soll und ich dann wieder komme. So war ich kurz daheim und habe mich im Internet informiert über das Handy. Zurück beim Händler hatte ich es angeschaltet und vermutet bei dem Preis dass es ein geklautes Gerät sei. Auf dem Hintergrundfoto war ein weißes Mädchen aufgenommen worden mit der Kamera vom Handy wahrscheinlich. Nach einem erfolgreichen Testanruf habe ich das Handy schließlich gekauft. Daheim sind wir gemeinsam losgegangen um heute Grillfleisch und weiteres für heut Abend zu besorgen. Nach dem Abendessen holten wir von Katha eine Schulfreundin mit ihrem Freund ab. Die Schulfreundin ist aus Deutschland, die gerade auch 1 Jahr in Südafrika lebt. Da es ein Mittwoch war konnte man nicht großartig weggehen nur Billard spielen. Die Leute die dort waren, sowohl der Freund von Kathas Freundin waren ziemlich gut und ich glaub wir oder ich hab kein einziges Spiel gewonnen an dem Tag.
Donnerstag den 11. Februar
It’s a fine day to die! (Es ist ein schöner Tag zum sterben!) Ja das war heute angesagt. Denn heute wollten wir von der höchsten kommerziellen Bunge Brücke springen auf der Welt. Bevor wir einfach nur springen, wollten wir erstmal schauen wie andere springen. Nach dem ersten Sprung bin ich gleich gegangen um mich anzumelden. Dort musste ich paar Blätter unterschreiben falls mir was passieren sollte und desweiteren wurde ich gewogen. Als ich zurückkam mit der Anmeldung auf meiner Hand sind Sebi und Katha auch gleich hin um sich anzumelden. Um die Nervosität abzubauen vor dem Sprung gingen wir noch alle auf Toilette. Bevor man die Brücke betreten durfte mussten wir unsere Gurte schon anziehen. Während ich über die Brücke gelaufen bin konnte man runter schauen in die Schlucht und da wurde mir etwas mulmig, aber es ging noch. Unter der Straße von der Brücke waren ganz viele Leute, die dir Mut gemacht haben und einfach gute Laune verbreitet haben. Da ich mich als erster angemeldet hab von uns 3 war ich auch der erste Springer. Sie verankerten mich mit dem Bungeeseil, knoteten meine Füße zu und erklärten kurz wie ich springen muss. 5,4,3,2,1 Dann ging es runter 216 m. Während ich stürzte hatte ich es erst nicht richtig realisiert das es runter ging. Erst kurz vor dem Spannen des Seils merkte ich wie das Adrenalin auf einmal gepumpt hatte. Während ich runter hängte floss mein ganzes Blut in meinen Kopf, sodass es unangenehm war als das Seil mich hochgezogen hatte. Beim Runtergehen war es aber wiederrum okay. Als sich das Seil ausbalanciert hatte, kam ein Arbeiter runter geseilt und hat mich in Sitzstellung gebracht. Das Problem einer der Gurte hat einer meiner Bälle eingeklemmt, sodass das hochkommen richtig unangenehm war. Als ich wieder festen Boden unter mir hatte (mehr oder weniger eigentlich). Hatte der Gurt nichts mehr gestrafft und die restliche Adrenaline wurde ausgeschüttet. Als ich hoch gekommen war ist dann auch zur gleichen Zeit schon Katha gesprungen. Sebi der zwischen uns gesprungen ist, kam ganz verstrahlt hoch. Seine Augen kamen aus seinem Gesicht raus und waren ganz rot. Es war mal wieder was ganz neues für mich und ich würd es gern wieder machen. Aber für den Preis von 600 Rand (60 €) ist es recht teuer.
Weiter ging es durch den Tsitsikamma Nationalpark. Eigentlich dachten wir, wir sehen mehr neben der Straße aber das einzige was wir gesehen haben, war wie Wellen an den Felsen gebrochen sind, was aber auch nicht zu unterschätzen ist. Auf der Weiterfahrt sind wir noch beim Big Tree vorbei gefahren. Der Big Tree ist der älteste und größte Baum in Südafrika.
Angekommen in Jeffreys Bay sind wir schwimmen gegangen. Die Wellen waren richtig gut und haben richtig Spaß gemacht. Als wir am Backpackers zurück waren hatte Sebi am Strand den Schlüssel für sein und Kathas Tresor verloren gehabt. So hat er während Katha und ich Essen besorgt haben für uns, auf der Suche nach dem Schlüssel. Glücklicherweise hat er sie gefunden. Am Abend hat uns ein Familienvater angesprochen und uns empfohlen zum Südafrikas größtem Damm zu fahren. Aber das war es auch schon von dem Tag.
Freitag den 12. Februar
Da unser Trip langsam dem Ende zugeht waren wir noch in den Outlets in Jeffreys Bay shoppen. Danach haben wir Katha zuhause abgeliefert und sind zu unserem Backpackers gegangen. Da wir am 18 Juni ein Deutschlandspiel in Port Elizabeth haben, haben wir für 550 Rand pro Person ein Twinroom für 1 Tag schon reserviert und bezahlt. Eigentlich wollten wir mit Kreditkarte zahlen aber keiner der Karten die wir mit uns hatten, hatte funktioniert. So mussten wir extra Geld abheben um zu bezahlen. Aber nun haben wir eine Übernachtung schon mal sicher und für den Preis ist es richtig gut sogar. Trotz eher schlechtem Wetter sind wir dann noch Schwimmen gegangen. Abendessen bestand aus gekauften Sachen im Laden. Desweiteren hatten wir schon Essen für die Heimfahrt morgen gekauft und auch im Backpackers schon vorbereitet. Abends kam noch Katha vorbei mit ihrem Auto und wir sind noch in der Mall rumgelaufen aber das wär es auch schon. Sebi und ich haben dann mal wieder Billard gespielt, aber mit Coes die keine Spitze mehr hatten. Weggehen wollten wir nicht, da wir morgen früh aufstehen mussten und noch eine lange Fahrt vor uns hatten. Desweiteren haben wir schon unser zuhause vermisst.
Samstag den 13. Februar
Damit wir viel sehen und auch nicht zu spät nach Hause kommen sind wir um 5 aufgestanden und haben alles gepackt. Mit der Wildcard konnten wir dann kostenlos in den Addo Elefanten Park. Am Eingang haben wir eine Checkliste bekommen was man alles sehen kann. Wir haben unter anderem eine Schildkröte, Sträuße, Elefanten, Warzenschweine, Kudus, Springboks, ein Schakal, Zebras, ein Mistkäfer, verschiedene Vögelarten und einen Büffel gesehen. Also Warzenschweine haben wir recht viele gesehen, gefolgt von Elefanten. Einmal ist ein Elefant gerade mal 1 m hinter unser Auto vorbeigelaufen und das andere mal 2 m von unserem Auto weggestanden. Desweiteren haben wir sogar eine Schlange mehr oder weniger gesehen während ich gefahren bin. Es lagen mehrere Äste auf der Straße und so bin ich einfach weitergefahren, aber auf einmal 5 m davor merkte ich dass es eine braune lange Schlange war. Ich habe zwar sehr stark abgebremst aber es hat nicht viel gebracht. Zwar war die Schlange verschwunden im Gebüsch aber ich weiß nicht ob eine Schlange sowas überleben kann.
Um 12 ging es dann auf die Heimfahrt. Während ich irgendwann auf der Abweichstraße zum Damm gefahren bin, sah ich vom weitem einen großen braunen Stein auf der Straße. Je näher ich kam, desto mehr sah ich wie sich der Stein bewegte. So bin ich langsam vorbeigefahren und hab gesehen dass es eine Schildkröte in der freien Wildbahn war. Sebi und ich haben je ein Foto mit der Schildkröte gemacht und sie dann auf die andere Seite gebracht wo sie eigentlich hin wollte. Angekommen am Damm war er richtig riesig. Bis jetzt habe ich sowas nur im Fernseher gesehen. Laut dem Mann von vorgestern wird die Straße während der Regenzeit gesperrt und man muss komplett außen rum fahren. In Bloemfontein haben Fahrertausch gemacht und Sebi ist den Rest nach Hause gefahren. Daheim angekommen war Lea, die welche vor uns da war, im Cotlands Haus untergebracht worden. Sie macht Urlaub hier und besucht auch ihren Freund Inno. Sebi, der ja im Auto geschlafen hat, Lea, Inno, Becca und Conrad sind an dem Abend dann noch nach Melville mit dem Taxi gefahren um im Stones noch Party zu machen. Ich ging nachdem ich ausgepackt hatte ins Bett schlafen.
Freitag, 21. Mai 2010
Kalenderwoche 05
Montag den 01. Februar
In der früh bin ich wach geworden und merkte wie meine Haut sich hinten an den ganzen Beinen entlang gereizt war. Ich hatte erstmal After-Sun creme draufgehauen, was etwas geholfen hatte. Mit der Zeit kamen immer mehr von unseren AFS-Leuten im Backpackers an. Die Rezeptionistin hatte uns daraufhin nach und nach ins Zimmer gesteckt. Obwohl es nicht erlaub war und sie Stress gemacht haben, haben wir unter uns die Zimmer gewechselt. So waren Sebi und ich mit Niklas, Marius, Markus, Jan, Hendrik, Anika und Martina im Zimmer. Also eine recht gute Gruppe. Rieke und Laura die bei unserem Vorbereitungsseminar in Hannover anwesend waren, waren ebenfalls im Backpacker als Teamleiter dort. Das Midstay war allgemein Straf gestaltet, so dass wir immer bis spät abends noch über alles mögliche gelabbert haben. Da Valerie am Dienstag B-Day hatte, sind wir in einer großen Gruppe weggegangen um noch zu feiern. Ich hatte nicht wirklich Bock weil die Schmerzen vom Sonnenbrand immer schlimmer wurden. Aber ich wollte nicht wieder daheim bleiben. Wir waren die ganze Nacht in Marvell, ein Hip-Hop Club bei dem eher europäische Aufgelegt worden war. An dem Abend habe ich um die 70 € verballert, das meiste war für Alkohol und einiges noch für Billard draufgegangen. Wo ich allerdings nicht so erfolgreich war wie sonst. Es war nicht mein Tag. Kein Ball wollte rein und so gut waren die Südafrikaner gegen die ich gespielt habe gar nicht. Mit Jan, Andreas und Sophia bin ich dann auch etwas früher nach Hause gegangen. Dort habe ich mit Jan jeweils noch ein Bier getrunken und es ging dann auch irgendwann ins Bett.
Dienstag den 02. Februar
Meine Sonnenbrandschmerzen an dem Tag waren an dem Tag noch krasser. Ich konnte meine Beine nicht austrecken, denn in meinen Kniekehlen sowie auch an den ganzen Beinen hinten hatten sich überall Blasen gebildet. So habe ich den Tag unter Schmerzen auch noch hinter mich gebracht während dem Seminar. Abends wurde beim Backpackers noch lecker gegrillt. Unter anderem auch Fisch der richtig lecker war.
Mittwoch den 03. Februar
Der Sonnenbrand war natürlich immer noch nicht verschwunden, so war ich schwer am entscheiden ob ich heute mitgehen sollte mit der ganzen AFS Gruppe zum Tafelberg zu wandern. Da am nächsten Tag auch noch ein Trip geplant war, bin ich im Zimmer geblieben. Riekie hatte mir eine After-Suncreme besorgt die recht ölig war und einen sehr starken Eigengeruch hatte, während sie auf den Bus gewartet haben. Naja aber da die AFS-Leute vom Kapstadter Büro verpennt haben den Bus zu mieten sind sie nach 1-2 Stunden losgegangen die Stadt anzuschauen und eine Museumsausstellung. Gegen Mittags sind sie zurückgekommen und wir haben unsere Diskussionen weitergeführt.
Donnerstag den 04. Februar
Also der Sonnenbrand war heute nicht wirklich viel besser. Vielleicht nur minimal, aber ich wollte wenigsten was von Kapstadt sehen. So bin ich einfach mitgekommen trotz allem. Mit dem Bus sind wir erstmal losgefahren und haben einen Zwischenhalt gemacht um mit einem Schiff um eine kleine Insel zu schippern auf dem mehrere Robben zu sehen wären. Da unser Bus der erste da war bin ich im Craftmarket spazieren gegangen. Als ich beim Schiff zurück war, war auf einmal auch das Schiff weg. Naja ich war nicht der einzige der nicht auf dem Schiff nicht war. Einige hatten die Tour schon gemacht, andere wiederrum haben auch das Schiff verpasst. Naja als das Schiff zurückkam sind wir weiter zu einem Ort wo lauter Pinguine waren. Von dort aus ging es weiter in den Nationalpark um mit dem Mountainbike dann ca. 4 km zum Strand zu fahren um unsere Mittagessen zu essen. Das Busunternehmen hatte Essen vorbereitet und das haben wir dann dort gegessen. Während wir gegessen haben standen die Busfahrer wache um die Paviane zu verscheuchen die gierig drauf waren unser Essen zu klauen. Es ist aber nichts großartiges passiert. Wir wurden nicht angegriffen von den Affen, nur einmal wurden 2 Franzosen die mit uns waren von einem Pavian verfolgt. Aber da ist gleich ein Busfahrer mit einem ein Art Stock auf den Affen zugelaufen und der Pavian ist daraufhin geflüchtet. Da die Strecke von 4 km mit dem Mountainbike nichts besonderes war, sind einige von uns mit dem Fahrrad weitergefahren bis zur Kap der guten Hoffnung. Da die Strecke 8 km lang war und meist Bergauf geht habe ich mir zuerst überlegt auch mit dem Bus zu fahren aber wollte dann doch noch lieber Sport machen bzw. Fahrrad fahren. Die Sonnenbrandschmerzen waren zwar beim Fahrrad fahren gar nicht mal so schlimm, aber trotzdem spürbar. Naja in einzelnen kleinen Gruppen sind wir dann auch am Kap der guten Hoffnung angekommen. Dort haben wir paar Fotos gemacht. Die Aussicht aufs Meer und die Brandung war überwältigend. Man kann es echt nicht beschreiben. Nicht wirklich gelernt vom letzen Sonntag, bin ich wieder auf einen Felsen gegangen der recht hoch über dem Wasser war, aber direkt am Wasser war. Der Felsen war recht trocken sogar, und in den 5 Minuten wo ich ihn beobachtet habe ist auch nie eine Welle drüber gegangen. Ich stand für eine kurze Zeit dort bin aber dann wieder zurück gegangen. Zum Glück muss ich sagen. Denn gerade mal eine Minute später war eine Welle (30 cm) über dem Felsen gekommen und die hätte mich sicherlich weggefegt. Falls es einige es nicht wissen eine Welle von 15 cm kann einen Menschen schon vom Felsen fallen lassen. (Habe ich bei einer Reportage im Fernseher gesehen als ich zurück war in Johannesburg). Eigentlich waren wir in dem Moment nicht wirklich am Kap der guten Hoffnung, nur an der Touristenattrakion, so sind die meisten von uns mit dem Bus 2 km weitergefahren um dann auf den Berg hochzugehen wo der wirkliche südlichste Punkt ist vom Kap der guten Hoffnung ist. Die ganzen Treppen hochzulaufen war bei der Hitze richtig unangenehm. Da wiederrum das runter laufen wegen dem Sonnenbrand geschmerzt hatte. Wieder beim Bus konnte man sich entscheiden in welchen man gehen wollte, denn einer ist noch zum Tafelberg gefahren. Ich wollte auch auf ihn herauf und bin so da eingestiegen. Der Weg zum Tafelberg führt automatisch an unserem Backpackers vorbei und da wir die letzen 20 Minuten im Stau standen bin ich ausgestiegen um dann doch zum Backpackers zu gehen. Einige sind mir dann sogar gefolgt weil sie keine Lust bzw. einfach schon kaputt waren. Fast alle haben im Bus geschlafen wenn man das so sieht. Riekie war ja bei der ganzen Aktion nicht dabei da sie für uns Abendessen gemacht hat. So gab es Straußenhackfleisch mit Reis, Gusgus, 2 Soßen und ein Salat. Um den letzen Tag auszuklingen habe ich für mich und Sebi eine Flasche Cane (Rum) und Coke gekauft. Diese hatten wir nach dem wir unsere Präsentation fertig haben noch mit Jan ausgetrunken. Naja und da es das vorerst letze mal ist wo wir als AFS-Gruppe zusammen sind, sind wir noch alle in eine Cocktailbar gegangen. Einige waren zu kaputt vom Tag, andere wollten noch Essen gehen und einige wollten noch in den Club gehen. Im ersten Club in dem wir waren war die Musik auch richtig gut aber es waren kaum Leute drin, so sind wir weitergegangen zum nächsten. Als wir bei einem Club vorbeigegangen sind hat die Holländerin, die wir am Sonntag kennengelernt haben Sebi draußen gesehen und gesagt er soll reinkommen, worauf er sich irgendwie durch geschlingert hat mit Phillip durch die Security. Der Club war nur für Leute ab 21 und ich war der einzige von uns vier. Niklas durfte nicht rein und so wollte ich ihn wenigstens nach Hause begleiten aus Sicherheitsgründen. In der Mitte des Weges haben wir Andreas und Sophia getroffen und so ist er mit ihnen nach Hause gegangen. Ich bin zurück in den Club für 30 Rand um nach Sebi und Phillip zu schauen. Auf der Suche nach denen, habe ich sie aufgefunden, recht Hacke. Phillip hatte daraufhin sich bei mir ausgeheult wegen seiner Freundin. In der Zeit haben wir Sebi aus den Augen verloren. So waren wir auf der Suche nach Sebi. An sein Handy ist er nicht mehr rangegangen. Nachdem ich mehrere Runden gedreht habe im Club sind wir nach Marvel gegangen um ihn dort aufzufinden. Der Club ist nicht so groß 7 m auf 40 m oder so. Hinten auf den Toiletten habe ich ihn nicht gefunden aber beim zurücklaufen habe ich ihm am Geldautomaten angetroffen wie er irgendwas versucht hatte. Aus Sicherheitsgründen habe ich seine ganzen Wertsachen zu mir genommen. Was er macht habe ich ihm überlassen, so saß ich einfach vor dem Club und hab gewartet bis er und Phillip raus kommt. Während ich da saß sprach mich eine Schwarze Frau an und wir haben etwas gelabbert. Wir wurden unterbrochen von Volkan und Valerie die gefragt haben wo der Rest ist. Als ich ihnen Sebi gezeigt habe wollten sie mit ihm nach Hause gehen. Er war nicht mehr in der Lage gerade zu laufen so haben ihn die beiden getragen. Auf dem Weg hat er sich kurz von den 2 befreit um in einer Ecke zu pinkeln. Als er fertig war haben beide ihn wieder aufgenommen. Ich weiß nicht mehr wer auf die Idee gekommen ist im dann noch ein Hotdog zu kaufen aber auf einmal hatte er ein Hotdog in der Hand gehabt. Da ich weiß dass er Ketchup liebt habe ich etwas drüber gemacht. Aber er hatte noch mehr Ketchup bei sich draufgehauen, so dass es getrieft hat vor Ketchup. Da er es nicht richtig essen konnte wollte er sich irgendwo hinsetzen und so ist er in die Ecke zurück gegangen wo er davor hingepinkelt hat. Als er mit seinem Hotdog fertig war, sind wir alle nach Hause und haben ihn erstmal neben die Couch gelegt in der Nähe beim Pool. Phillip hatte ihn noch zugedeckt und ist in Sebis Bett gegangen um zu schlafen. Wenn man das schlafen nennen konnte denn seine Füße hingen runter vom Bett.
Freitag den 05. Februar
Als ich morgens aufgewacht bin habe ich aus dem Fenster geschaut ob Sebi noch nicht ins Wasser gefallen ist. Was zum Glück nicht geschehen ist. Nach dem Duschen und Zähneputzen versuchte ihn zu wecken. Jedoch funktionierte es nicht, weder wach rütteln noch mit der Handfläche gegen die Füße und dann gegen die Schulter zu schlagen half nichts. So habe ich erstmal aufgegeben um meine Sachen zu packen. Da mein Reisepass den Conrad am Montag per Express immer noch nicht geschickt hatte, habe ich AFS gebeten mir eine Kopie zu schicken. Vor dem Frühstück habe ich auch auf der FIFA-Seite geschaut um zu sehen welche Tickets ich erhalten habe. Leider habe ich nicht alle erhalten nur 4, aber die gleichen wie Sebi. So war das Thema Nummer 1 eigentlich auf den letzten Stunden des Seminars die WM. Irgendwann ist Sebi auch aufgewacht und ist kurz vor Schluss zu uns gestoßen, total verstrahlt.
Mein Sonnenbrand bzw. die Blasen waren zwar noch gut zu sehen aber taten nicht mehr weh und so sind wir noch an dem Tag nochmal ans Meer gegangen mit Katha, Markus und Jan. Jedoch dieses Mal habe ich mich ziemlich oft eingecremt und hatte eine ¾ Hose an zum schwimmen. Wir waren beim Strand 4, was sich später rausgestellt hat dass dort mehr Homosexuelle sind. Naja was eigentlich egal war, da wir nicht angemacht wurden von jemanden. Während wir Jungs dann am Strand entlang spazieren gegangen sind haben wir einige geile Strandhäuser gesehen direkt am Strand. Markus und ich haben aus Spaß gesagt wenn wir dann 60 sind kommen wir wieder hierher und genießen den Rest des Lebens hier. Zurück beim Auto, haben wir unser Kofferraum geöffnet und unsere Hemden vollgeschmiert gesehen mit einem Öl oder ähnlichem was wir nicht genau zuordnen konnten. Wir vermuteten die Sonnenmilchcreme von Markus die nicht dicht war. Kurz zurück beim Backpackers wurde Markus von Doro und den anderen abgeholt. Wir hatten unsere restlichen Sachen eingeladen und sind zu Jan gefahren. Kurz bei ihm sind wir gleich weiter zu Doros, Volkan und Valeries Projekt gefahren. An dem Tag hatte Nico sein Geburtstag gefeiert und so waren wir auch noch dabei. Ein Coloured Typ hatte die ganze Zeit für alle gegrillt. Ich habe mich mit ihm auch sehr viel unterhalten weil er der einzige Erwachsene war. Da die anderen noch nicht aufhören wollten zu feiern gingen wir ins Stones und haben dort weitergefeiert. Stones ist eine Tanzcafé-Bar. Der Club war nicht so überragend aber man konnte es aushalten. Als die Musik aus war gingen wir auch schließlich zurück zu Doro’s Projekt. Sebi hat bei Volkan geschlafen, Markus und ich auf den 2 Sofas bei Doro und Katha bei Doro im Zimmer.
Allgemein die Verhältnisse in dem Projekt wären für mich nicht auszuhalten. Es ist unordentlich gewesen, das meiste kaputt, alles ist viel zu eng, die Kinder haben keinerlei Respekt vor dir und naja die ganzen Leute dort leben dort anscheinend wie in einem Swingerclub, wenn es stimmen sollte was man mitbekommen hatte.
Samstag den 06. Februar
Am nächsten Tag habe ich bei Doro’s Wohnung gefrühstückt mit den anderen. Von dort ging es mit Marius zu seinem Projekt um ihn dort abzuliefern. Dieses Projekt sah auch ganz gut aus auf den ersten Blick auch wenn alle Kinder die ich gesehen hatte körperliche Einschränkungen hatten.
Unser Ziel war Gansbaai, da wir am Nachmitttag auch erreicht hatten. Da wir noch gut in der Zeit lagen, sind wir auf dem Weg dahin entlang der Küste gefahren. Was sich auf jeden Fall gelohnt hat um die Bucht von Gordonsbaai am Tag zu sehen. Während des Weges waren meist neben uns riesige Berge, die natürlich auch schön anzusehen waren. Sebi ist an dem Tag alles selber gefahren. Beim Backpackers angekommen trafen wir vor der Tür betrunkene weiße Männer die von Transvaal geredet haben. Das ist der alte Name für Gauteng während der Apartheid. Aber zum Glück haben wir nicht so viel mit ihnen zu tun gehabt, da sie im oberen Stock übernachtet haben. Der Backpackers war für den Preis richtig gut ausgestattet. Eigentlich wollte ich Haitauchen dort noch machen, aber das Wetter am nächsten Tag war zu schlecht um auf See zu gehen. Der Preis wäre so um die 90 € mit Übernachtung dementsprechend. Beim auspacken im Zimmer merkte ich das ich meine Bettsachen bei Volkan im Haus vergessen hatte, was aber nicht so schlimm war.
Im 24/7 Laden neben an, haben wir noch Sachen zum Frühstück gekauft und etwas zum snacken. Sebi und ich haben uns noch Vanish gekauft um die Flecken von den Hemden zu entfernen.
An dem Abend gingen wir dann in dem verschlafenen Dorf in ein rustikales Wirtshaus essen, die uns ein Polizist empfohlen hat den ich nachgefragt hatte. Da Gansbaai ein Fischerdorf ist gab es sehr leckere Fischspezialitäten. Dazu habe ich mir einen Wein gegönnt der Zufälligerweise einen Aufkleber hatte, auf dem Stand „Deutscher Weinpreis 2008“. Daheim haben wir noch die Hemden draußen aufgehängt die ich mit Handwäsche davor gewaschen bzw. eingeweicht hatte. An dem Abend schauten wir noch TV, aber gingen gegen 23 Uhr auch ins Bett.
Sonntag den 07. Februar
Da ich relativ früh wach war habe ich das Frühstück für alle gemacht. Was eigentlich nichts besonderes war. Beim Packen der Sachen waren unsere Hemden zwar fast sauber, aber der Geruch war leider immer noch vorhanden. Mein Achselshirt das ich nach dem gestrigen Abendessen gewaschen hatte, hatte ich leider draußen vergessen gehabt. Eigentlich dachte Sebi das er fahren wird so hatte er seinen Hasen den er von seiner Freundin bekommen hat in das Kissen dass ihm seine Mutter genäht hat auf das Dach über dem Fahrer gelegt. Da ich aber fahren wollte, habe ich sein Zeugs zu ihm geschoben und bin dann eingestiegen. Laut Karte sollte der Weg nach Kap Agulhas befestigt sein, was er aber nicht war. So sind wir mit 20-40 km/h 30 km lang gefahren bis zu unserem Zielort. Nach 1 Stunde ist Sebi aufgefallen das sein Hase und sein Kissen fehlten, so hat er den Besitzer vom Backpackers angerufen, damit er nach dem Zeugs schaut. Jedoch hatte der Besitzer die Sachen nicht auffinden können. Aus Frust hat Sebi mit seinem Handballen gegen die Frontscheibe geschlagen, sodass sie mehrere Risse bekommen hatte. Ich war nun auch etwas angepisst aber hab mich ganz cool verhalten, laut Katha, und hab nur ein Spruch losgelassen. Bei Kap Agulhas angekommen haben wir paar wichtige Fotos geschossen. Dieses Kap ist der Übergang zwischen dem Atlantischen und Indischen Ozean und der südlichste Punkt Afrikas. Zwar waren wir noch auf dem Leuchtturm aber das war nichts spektakuläres, bis auf das das das erste Mal für mich war auf einem Leuchtturm zu sein. Danach ging es eine längere Strecke nach Mosselbay. Wir gingen noch an den Strand um nicht großartig Geld zu verballern. Aber im Reiseführer den wir dabei hatten, stand das man bei einem Restaurant Larven essen konnte und das wollte ich so gerne probieren das wir dann noch alle Essen gegangen sind. Leider hatten sie das nicht im Angebot. Trotz allem haben wir dann dort gegessen obwohl das Restaurant sehr gehoben aussah. Die Speisen waren sehr klein, aber sehr originell. Abends haben wir auch nicht mehr so viel gemacht. Etwas Billard gespielt aber das wär es auch.
In der früh bin ich wach geworden und merkte wie meine Haut sich hinten an den ganzen Beinen entlang gereizt war. Ich hatte erstmal After-Sun creme draufgehauen, was etwas geholfen hatte. Mit der Zeit kamen immer mehr von unseren AFS-Leuten im Backpackers an. Die Rezeptionistin hatte uns daraufhin nach und nach ins Zimmer gesteckt. Obwohl es nicht erlaub war und sie Stress gemacht haben, haben wir unter uns die Zimmer gewechselt. So waren Sebi und ich mit Niklas, Marius, Markus, Jan, Hendrik, Anika und Martina im Zimmer. Also eine recht gute Gruppe. Rieke und Laura die bei unserem Vorbereitungsseminar in Hannover anwesend waren, waren ebenfalls im Backpacker als Teamleiter dort. Das Midstay war allgemein Straf gestaltet, so dass wir immer bis spät abends noch über alles mögliche gelabbert haben. Da Valerie am Dienstag B-Day hatte, sind wir in einer großen Gruppe weggegangen um noch zu feiern. Ich hatte nicht wirklich Bock weil die Schmerzen vom Sonnenbrand immer schlimmer wurden. Aber ich wollte nicht wieder daheim bleiben. Wir waren die ganze Nacht in Marvell, ein Hip-Hop Club bei dem eher europäische Aufgelegt worden war. An dem Abend habe ich um die 70 € verballert, das meiste war für Alkohol und einiges noch für Billard draufgegangen. Wo ich allerdings nicht so erfolgreich war wie sonst. Es war nicht mein Tag. Kein Ball wollte rein und so gut waren die Südafrikaner gegen die ich gespielt habe gar nicht. Mit Jan, Andreas und Sophia bin ich dann auch etwas früher nach Hause gegangen. Dort habe ich mit Jan jeweils noch ein Bier getrunken und es ging dann auch irgendwann ins Bett.
Dienstag den 02. Februar
Meine Sonnenbrandschmerzen an dem Tag waren an dem Tag noch krasser. Ich konnte meine Beine nicht austrecken, denn in meinen Kniekehlen sowie auch an den ganzen Beinen hinten hatten sich überall Blasen gebildet. So habe ich den Tag unter Schmerzen auch noch hinter mich gebracht während dem Seminar. Abends wurde beim Backpackers noch lecker gegrillt. Unter anderem auch Fisch der richtig lecker war.
Mittwoch den 03. Februar
Der Sonnenbrand war natürlich immer noch nicht verschwunden, so war ich schwer am entscheiden ob ich heute mitgehen sollte mit der ganzen AFS Gruppe zum Tafelberg zu wandern. Da am nächsten Tag auch noch ein Trip geplant war, bin ich im Zimmer geblieben. Riekie hatte mir eine After-Suncreme besorgt die recht ölig war und einen sehr starken Eigengeruch hatte, während sie auf den Bus gewartet haben. Naja aber da die AFS-Leute vom Kapstadter Büro verpennt haben den Bus zu mieten sind sie nach 1-2 Stunden losgegangen die Stadt anzuschauen und eine Museumsausstellung. Gegen Mittags sind sie zurückgekommen und wir haben unsere Diskussionen weitergeführt.
Donnerstag den 04. Februar
Also der Sonnenbrand war heute nicht wirklich viel besser. Vielleicht nur minimal, aber ich wollte wenigsten was von Kapstadt sehen. So bin ich einfach mitgekommen trotz allem. Mit dem Bus sind wir erstmal losgefahren und haben einen Zwischenhalt gemacht um mit einem Schiff um eine kleine Insel zu schippern auf dem mehrere Robben zu sehen wären. Da unser Bus der erste da war bin ich im Craftmarket spazieren gegangen. Als ich beim Schiff zurück war, war auf einmal auch das Schiff weg. Naja ich war nicht der einzige der nicht auf dem Schiff nicht war. Einige hatten die Tour schon gemacht, andere wiederrum haben auch das Schiff verpasst. Naja als das Schiff zurückkam sind wir weiter zu einem Ort wo lauter Pinguine waren. Von dort aus ging es weiter in den Nationalpark um mit dem Mountainbike dann ca. 4 km zum Strand zu fahren um unsere Mittagessen zu essen. Das Busunternehmen hatte Essen vorbereitet und das haben wir dann dort gegessen. Während wir gegessen haben standen die Busfahrer wache um die Paviane zu verscheuchen die gierig drauf waren unser Essen zu klauen. Es ist aber nichts großartiges passiert. Wir wurden nicht angegriffen von den Affen, nur einmal wurden 2 Franzosen die mit uns waren von einem Pavian verfolgt. Aber da ist gleich ein Busfahrer mit einem ein Art Stock auf den Affen zugelaufen und der Pavian ist daraufhin geflüchtet. Da die Strecke von 4 km mit dem Mountainbike nichts besonderes war, sind einige von uns mit dem Fahrrad weitergefahren bis zur Kap der guten Hoffnung. Da die Strecke 8 km lang war und meist Bergauf geht habe ich mir zuerst überlegt auch mit dem Bus zu fahren aber wollte dann doch noch lieber Sport machen bzw. Fahrrad fahren. Die Sonnenbrandschmerzen waren zwar beim Fahrrad fahren gar nicht mal so schlimm, aber trotzdem spürbar. Naja in einzelnen kleinen Gruppen sind wir dann auch am Kap der guten Hoffnung angekommen. Dort haben wir paar Fotos gemacht. Die Aussicht aufs Meer und die Brandung war überwältigend. Man kann es echt nicht beschreiben. Nicht wirklich gelernt vom letzen Sonntag, bin ich wieder auf einen Felsen gegangen der recht hoch über dem Wasser war, aber direkt am Wasser war. Der Felsen war recht trocken sogar, und in den 5 Minuten wo ich ihn beobachtet habe ist auch nie eine Welle drüber gegangen. Ich stand für eine kurze Zeit dort bin aber dann wieder zurück gegangen. Zum Glück muss ich sagen. Denn gerade mal eine Minute später war eine Welle (30 cm) über dem Felsen gekommen und die hätte mich sicherlich weggefegt. Falls es einige es nicht wissen eine Welle von 15 cm kann einen Menschen schon vom Felsen fallen lassen. (Habe ich bei einer Reportage im Fernseher gesehen als ich zurück war in Johannesburg). Eigentlich waren wir in dem Moment nicht wirklich am Kap der guten Hoffnung, nur an der Touristenattrakion, so sind die meisten von uns mit dem Bus 2 km weitergefahren um dann auf den Berg hochzugehen wo der wirkliche südlichste Punkt ist vom Kap der guten Hoffnung ist. Die ganzen Treppen hochzulaufen war bei der Hitze richtig unangenehm. Da wiederrum das runter laufen wegen dem Sonnenbrand geschmerzt hatte. Wieder beim Bus konnte man sich entscheiden in welchen man gehen wollte, denn einer ist noch zum Tafelberg gefahren. Ich wollte auch auf ihn herauf und bin so da eingestiegen. Der Weg zum Tafelberg führt automatisch an unserem Backpackers vorbei und da wir die letzen 20 Minuten im Stau standen bin ich ausgestiegen um dann doch zum Backpackers zu gehen. Einige sind mir dann sogar gefolgt weil sie keine Lust bzw. einfach schon kaputt waren. Fast alle haben im Bus geschlafen wenn man das so sieht. Riekie war ja bei der ganzen Aktion nicht dabei da sie für uns Abendessen gemacht hat. So gab es Straußenhackfleisch mit Reis, Gusgus, 2 Soßen und ein Salat. Um den letzen Tag auszuklingen habe ich für mich und Sebi eine Flasche Cane (Rum) und Coke gekauft. Diese hatten wir nach dem wir unsere Präsentation fertig haben noch mit Jan ausgetrunken. Naja und da es das vorerst letze mal ist wo wir als AFS-Gruppe zusammen sind, sind wir noch alle in eine Cocktailbar gegangen. Einige waren zu kaputt vom Tag, andere wollten noch Essen gehen und einige wollten noch in den Club gehen. Im ersten Club in dem wir waren war die Musik auch richtig gut aber es waren kaum Leute drin, so sind wir weitergegangen zum nächsten. Als wir bei einem Club vorbeigegangen sind hat die Holländerin, die wir am Sonntag kennengelernt haben Sebi draußen gesehen und gesagt er soll reinkommen, worauf er sich irgendwie durch geschlingert hat mit Phillip durch die Security. Der Club war nur für Leute ab 21 und ich war der einzige von uns vier. Niklas durfte nicht rein und so wollte ich ihn wenigstens nach Hause begleiten aus Sicherheitsgründen. In der Mitte des Weges haben wir Andreas und Sophia getroffen und so ist er mit ihnen nach Hause gegangen. Ich bin zurück in den Club für 30 Rand um nach Sebi und Phillip zu schauen. Auf der Suche nach denen, habe ich sie aufgefunden, recht Hacke. Phillip hatte daraufhin sich bei mir ausgeheult wegen seiner Freundin. In der Zeit haben wir Sebi aus den Augen verloren. So waren wir auf der Suche nach Sebi. An sein Handy ist er nicht mehr rangegangen. Nachdem ich mehrere Runden gedreht habe im Club sind wir nach Marvel gegangen um ihn dort aufzufinden. Der Club ist nicht so groß 7 m auf 40 m oder so. Hinten auf den Toiletten habe ich ihn nicht gefunden aber beim zurücklaufen habe ich ihm am Geldautomaten angetroffen wie er irgendwas versucht hatte. Aus Sicherheitsgründen habe ich seine ganzen Wertsachen zu mir genommen. Was er macht habe ich ihm überlassen, so saß ich einfach vor dem Club und hab gewartet bis er und Phillip raus kommt. Während ich da saß sprach mich eine Schwarze Frau an und wir haben etwas gelabbert. Wir wurden unterbrochen von Volkan und Valerie die gefragt haben wo der Rest ist. Als ich ihnen Sebi gezeigt habe wollten sie mit ihm nach Hause gehen. Er war nicht mehr in der Lage gerade zu laufen so haben ihn die beiden getragen. Auf dem Weg hat er sich kurz von den 2 befreit um in einer Ecke zu pinkeln. Als er fertig war haben beide ihn wieder aufgenommen. Ich weiß nicht mehr wer auf die Idee gekommen ist im dann noch ein Hotdog zu kaufen aber auf einmal hatte er ein Hotdog in der Hand gehabt. Da ich weiß dass er Ketchup liebt habe ich etwas drüber gemacht. Aber er hatte noch mehr Ketchup bei sich draufgehauen, so dass es getrieft hat vor Ketchup. Da er es nicht richtig essen konnte wollte er sich irgendwo hinsetzen und so ist er in die Ecke zurück gegangen wo er davor hingepinkelt hat. Als er mit seinem Hotdog fertig war, sind wir alle nach Hause und haben ihn erstmal neben die Couch gelegt in der Nähe beim Pool. Phillip hatte ihn noch zugedeckt und ist in Sebis Bett gegangen um zu schlafen. Wenn man das schlafen nennen konnte denn seine Füße hingen runter vom Bett.
Freitag den 05. Februar
Als ich morgens aufgewacht bin habe ich aus dem Fenster geschaut ob Sebi noch nicht ins Wasser gefallen ist. Was zum Glück nicht geschehen ist. Nach dem Duschen und Zähneputzen versuchte ihn zu wecken. Jedoch funktionierte es nicht, weder wach rütteln noch mit der Handfläche gegen die Füße und dann gegen die Schulter zu schlagen half nichts. So habe ich erstmal aufgegeben um meine Sachen zu packen. Da mein Reisepass den Conrad am Montag per Express immer noch nicht geschickt hatte, habe ich AFS gebeten mir eine Kopie zu schicken. Vor dem Frühstück habe ich auch auf der FIFA-Seite geschaut um zu sehen welche Tickets ich erhalten habe. Leider habe ich nicht alle erhalten nur 4, aber die gleichen wie Sebi. So war das Thema Nummer 1 eigentlich auf den letzten Stunden des Seminars die WM. Irgendwann ist Sebi auch aufgewacht und ist kurz vor Schluss zu uns gestoßen, total verstrahlt.
Mein Sonnenbrand bzw. die Blasen waren zwar noch gut zu sehen aber taten nicht mehr weh und so sind wir noch an dem Tag nochmal ans Meer gegangen mit Katha, Markus und Jan. Jedoch dieses Mal habe ich mich ziemlich oft eingecremt und hatte eine ¾ Hose an zum schwimmen. Wir waren beim Strand 4, was sich später rausgestellt hat dass dort mehr Homosexuelle sind. Naja was eigentlich egal war, da wir nicht angemacht wurden von jemanden. Während wir Jungs dann am Strand entlang spazieren gegangen sind haben wir einige geile Strandhäuser gesehen direkt am Strand. Markus und ich haben aus Spaß gesagt wenn wir dann 60 sind kommen wir wieder hierher und genießen den Rest des Lebens hier. Zurück beim Auto, haben wir unser Kofferraum geöffnet und unsere Hemden vollgeschmiert gesehen mit einem Öl oder ähnlichem was wir nicht genau zuordnen konnten. Wir vermuteten die Sonnenmilchcreme von Markus die nicht dicht war. Kurz zurück beim Backpackers wurde Markus von Doro und den anderen abgeholt. Wir hatten unsere restlichen Sachen eingeladen und sind zu Jan gefahren. Kurz bei ihm sind wir gleich weiter zu Doros, Volkan und Valeries Projekt gefahren. An dem Tag hatte Nico sein Geburtstag gefeiert und so waren wir auch noch dabei. Ein Coloured Typ hatte die ganze Zeit für alle gegrillt. Ich habe mich mit ihm auch sehr viel unterhalten weil er der einzige Erwachsene war. Da die anderen noch nicht aufhören wollten zu feiern gingen wir ins Stones und haben dort weitergefeiert. Stones ist eine Tanzcafé-Bar. Der Club war nicht so überragend aber man konnte es aushalten. Als die Musik aus war gingen wir auch schließlich zurück zu Doro’s Projekt. Sebi hat bei Volkan geschlafen, Markus und ich auf den 2 Sofas bei Doro und Katha bei Doro im Zimmer.
Allgemein die Verhältnisse in dem Projekt wären für mich nicht auszuhalten. Es ist unordentlich gewesen, das meiste kaputt, alles ist viel zu eng, die Kinder haben keinerlei Respekt vor dir und naja die ganzen Leute dort leben dort anscheinend wie in einem Swingerclub, wenn es stimmen sollte was man mitbekommen hatte.
Samstag den 06. Februar
Am nächsten Tag habe ich bei Doro’s Wohnung gefrühstückt mit den anderen. Von dort ging es mit Marius zu seinem Projekt um ihn dort abzuliefern. Dieses Projekt sah auch ganz gut aus auf den ersten Blick auch wenn alle Kinder die ich gesehen hatte körperliche Einschränkungen hatten.
Unser Ziel war Gansbaai, da wir am Nachmitttag auch erreicht hatten. Da wir noch gut in der Zeit lagen, sind wir auf dem Weg dahin entlang der Küste gefahren. Was sich auf jeden Fall gelohnt hat um die Bucht von Gordonsbaai am Tag zu sehen. Während des Weges waren meist neben uns riesige Berge, die natürlich auch schön anzusehen waren. Sebi ist an dem Tag alles selber gefahren. Beim Backpackers angekommen trafen wir vor der Tür betrunkene weiße Männer die von Transvaal geredet haben. Das ist der alte Name für Gauteng während der Apartheid. Aber zum Glück haben wir nicht so viel mit ihnen zu tun gehabt, da sie im oberen Stock übernachtet haben. Der Backpackers war für den Preis richtig gut ausgestattet. Eigentlich wollte ich Haitauchen dort noch machen, aber das Wetter am nächsten Tag war zu schlecht um auf See zu gehen. Der Preis wäre so um die 90 € mit Übernachtung dementsprechend. Beim auspacken im Zimmer merkte ich das ich meine Bettsachen bei Volkan im Haus vergessen hatte, was aber nicht so schlimm war.
Im 24/7 Laden neben an, haben wir noch Sachen zum Frühstück gekauft und etwas zum snacken. Sebi und ich haben uns noch Vanish gekauft um die Flecken von den Hemden zu entfernen.
An dem Abend gingen wir dann in dem verschlafenen Dorf in ein rustikales Wirtshaus essen, die uns ein Polizist empfohlen hat den ich nachgefragt hatte. Da Gansbaai ein Fischerdorf ist gab es sehr leckere Fischspezialitäten. Dazu habe ich mir einen Wein gegönnt der Zufälligerweise einen Aufkleber hatte, auf dem Stand „Deutscher Weinpreis 2008“. Daheim haben wir noch die Hemden draußen aufgehängt die ich mit Handwäsche davor gewaschen bzw. eingeweicht hatte. An dem Abend schauten wir noch TV, aber gingen gegen 23 Uhr auch ins Bett.
Sonntag den 07. Februar
Da ich relativ früh wach war habe ich das Frühstück für alle gemacht. Was eigentlich nichts besonderes war. Beim Packen der Sachen waren unsere Hemden zwar fast sauber, aber der Geruch war leider immer noch vorhanden. Mein Achselshirt das ich nach dem gestrigen Abendessen gewaschen hatte, hatte ich leider draußen vergessen gehabt. Eigentlich dachte Sebi das er fahren wird so hatte er seinen Hasen den er von seiner Freundin bekommen hat in das Kissen dass ihm seine Mutter genäht hat auf das Dach über dem Fahrer gelegt. Da ich aber fahren wollte, habe ich sein Zeugs zu ihm geschoben und bin dann eingestiegen. Laut Karte sollte der Weg nach Kap Agulhas befestigt sein, was er aber nicht war. So sind wir mit 20-40 km/h 30 km lang gefahren bis zu unserem Zielort. Nach 1 Stunde ist Sebi aufgefallen das sein Hase und sein Kissen fehlten, so hat er den Besitzer vom Backpackers angerufen, damit er nach dem Zeugs schaut. Jedoch hatte der Besitzer die Sachen nicht auffinden können. Aus Frust hat Sebi mit seinem Handballen gegen die Frontscheibe geschlagen, sodass sie mehrere Risse bekommen hatte. Ich war nun auch etwas angepisst aber hab mich ganz cool verhalten, laut Katha, und hab nur ein Spruch losgelassen. Bei Kap Agulhas angekommen haben wir paar wichtige Fotos geschossen. Dieses Kap ist der Übergang zwischen dem Atlantischen und Indischen Ozean und der südlichste Punkt Afrikas. Zwar waren wir noch auf dem Leuchtturm aber das war nichts spektakuläres, bis auf das das das erste Mal für mich war auf einem Leuchtturm zu sein. Danach ging es eine längere Strecke nach Mosselbay. Wir gingen noch an den Strand um nicht großartig Geld zu verballern. Aber im Reiseführer den wir dabei hatten, stand das man bei einem Restaurant Larven essen konnte und das wollte ich so gerne probieren das wir dann noch alle Essen gegangen sind. Leider hatten sie das nicht im Angebot. Trotz allem haben wir dann dort gegessen obwohl das Restaurant sehr gehoben aussah. Die Speisen waren sehr klein, aber sehr originell. Abends haben wir auch nicht mehr so viel gemacht. Etwas Billard gespielt aber das wär es auch.
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